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Wiedervernässung des Königsauer Mooses

27.05.2022

Informationsveranstaltung am 1. Juni zum hydrogeologischen Gutachten

Dingolfing-Landau. Mit dem Königsauer Moos erstreckt sich im unteren Isartal eine der ökologisch wertvollsten Landschaften des Landkreises und eines der letzten großen Niedermoorgebiete Bayerns. Im Moos sollen nun wieder die moortypischen Wasserstände hergestellt werden, im ersten Schritt auf einer Teilfläche von etwa 30 Hektar. Dazu wurde ein hydrogeologisches Gutachten erstellt, das am Mittwoch, 1. Juni, im Gasthof Ismair in Türnthenning bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt wird.

Moore spielen eine entscheidende Rolle im Wasserhaushalt und stellen die größten Kohlenstoffspeicher pro Flächeneinheit dar, weshalb sie auch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aus diesen Gründen gibt es seit vielen Jahren erhebliche Bemühungen, Moore zu erhalten und die weitere Abgabe von Treibhausgasen zu reduzieren. Das zentrale Ziel ist dabei die Rückführung zu Niedermoor typischen Wasserständen auf öffentlichen Flächen im Königsauer Moos.

Dazu wurden detailliert die hydrologischen sowie bodenkundlichen Bedingungen im Königsauer Moos untersucht. Mit den gewonnenen Daten konnte ein Gutachten nun entscheidenden Fragen nachgehen und klären, in welchen Bereichen eine Vernässung grundsätzlich möglich ist. Basierend darauf soll noch im Jahr 2022 nach Abschluss des wasserrechtlichen Genehmigungsverfahrens mit der Anhebung der Wasserstände in einer Teilfläche begonnen werden. Wie diese Variante aussieht und zu welchen Ergebnissen das hydrogeologische Gutachten kommt, wird am Mittwoch 1. Juni, um 19 Uhr im Gasthof Ismair in Thürnthenning vorgestellt. Zudem referiert Thomas Schöffel vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) darüber, wie das Projekts vonseiten des ALE unterstützt werden könnte. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.