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Wie Menschen für das Ehrenamt begeistern? - Seminar zur „Nachfolgeregelung als Aufgabe im bürgerschaftlichen Engagement“

13.06.2022

Wie Menschen für das Ehrenamt begeistern? - Seminar zur „Nachfolgeregelung als Aufgabe im bürgerschaftlichen Engagement“

Dingolfing-Landau. Es passiert immer wieder, dass ehrenamtliche Angebote, die von Personen über Jahre hinweg gemacht wurden, enden, wenn sich diese Personen zurückziehen. Doch wie kann man rechtzeitig für geeignete Nachfolge sorgen? Der Leiter der Seniorenakademie Bayern, Jürgen Griesbeck, hat kürzlich in einem Seminar Empfehlungen gegeben, wie dies bewerkstelligt werden kann. 

Ehrenamtliche Personen des Landkreises, die in der Seniorenarbeit tätig sind, haben am Seminar der Seniorenakademie Bayern teilgenommen, das im Landratsamt stattgefunden hatte. Organisiert wurde das Seminar von der Seniorenkontaktstelle am Landratsamt Dingolfing-Landau. Der Sachgebietsleiter für Soziales und Senioren, Johann Beck, begrüßte den Leiter der Seniorenakademie, Jürgen Griesbeck, und alle Teilnehmer. Er bedankt sich, dass sich so viele Menschen Zeit für dieses interessante und wichtige Thema nehmen. 

Bei den meisten fängt das Ehrenamt in der Jugendzeit oder jungen Erwachsenenzeit an. Sehr viele kommen über die Landjugendgruppierungen, Freiwillige Feuerwehren, über den Pfarrgemeinderat und Kirchenchor oder den Frauenbund schon in jungen Jahren dazu. Einige suchen nach dem Eintritt ins Rentenalter nach einer sinnvollen Beschäftigung und engagieren sich für ihre Mitmenschen. Einig ist man sich darüber, dass das Ehrenamt und die Sorge um andere Menschen sehr erfüllend und für das eigene Leben bereichernd sein können. 

Jürgen Griesbeck referierte darüber, wie man neue – auch jüngere – Menschen dazugewinnen kann, sich ehrenamtlich zu engagieren. Um jetzt neue Menschen anzusprechen, die zur Mitarbeit z.B. in der Seniorenarbeit gewonnen werden sollen, sollte man seine Arbeit attraktiv darstellen. Die Teilnehmer haben dazu in Gruppenarbeit Lösungsansätze erarbeitet. 

Auch würde es sich lohnen, neue Menschen direkt anzusprechen. Sie fühlen sich dadurch vielleicht geehrt. Von sich aus kommen viele Menschen gar nicht auf die Idee, sich ehrenamtlich zu engagieren. 

„Wenn Sie Lust haben, ehrenamtlich tätig zu sein, schauen Sie in Ihrer Gemeinde oder Stadt, wo es Bereiche gibt, für die Sie sich interessieren und fragen Sie bei den Organisationen an. Es gibt aber auch die reine Nachbarschaftshilfe – die Dame in der Nachbarwohnung benötigt Hilfe beim Einkauf, soll zum Arzt gebracht werden oder will nur reden. Es gibt viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich einzubringen“, so Jürgen Griesbeck.