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Wie läuft der Zensus 2022 ab?

19.05.2022

Wie läuft der Zensus 2022 ab?
Wie genau laufen die Haushaltebefragungen durch die Erhebungsbeauftragten ab? 

Dingolfing-Landau. Am 15. Mai 2022 war Zensus-Stichtag – seitdem laufen die Befragungen der Bürgerinnen und Bürger zur deutschlandweiten Volkszählung. Das Bayerische Landesamt für Statistik ist gemeinsam mit den 94 kommunalen Erhebungsstellen für die Durchführung der Personenerhebungen in Bayern verantwortlich. 

Etwa drei Monate lang interviewen die sogenannten Erhebungsbeauftragten der kommunalen Erhebungsstellen die Haushalte an den ausgewählten Anschriften. Ende August werden die Befragungen der Haupterhebung abgeschlossen sein. Vereinzelt kann es im Anschluss dann zu Wiederholungsbefragungen durch die Erhebungsbeauftragten des Landesamts für Statistik kommen, um die Qualität der Ergebnisse zu sichern. 

Wie läuft die Befragung ab? 

Eines sollten alle Bürgerinnen und Bürger vorab wissen:

Die Interviewerinnen und Interviewer kommen nicht unangemeldet vorbei. Vor der Befragung wird den Auskunftspflichtigen eine Terminankündigung zugestellt. Darauf sind auch die Kontaktdaten des Interviewers enthalten, um den Termin bei Bedarf verschieben zu können. 

Klingelt der Interviewer zum angekündigten Termin, zeigt er unaufgefordert seinen offiziellen Erhebungsbeauftragtenausweis in Verbindung mit seinem Personalausweis vor, um die Rechtmäßigkeit seiner Tätigkeit zu verifizieren. In Bayern sind die Erhebungsbeauftragten mit mobilen Endgeräten, also mit Tablets ausgestattet, um das Interview zu führen. 

Die Haushaltebefragung zum Zensus 2022 findet grundsätzlich in einem persönlichen Gespräch statt. Es ist nicht zwangsläufig erforderlich, dass beim Besuch des Erhebungsbeauftragten alle Mitglieder eines Haushalts anwesend sind. Das Zensusgesetz erlaubt, dass ein Haushaltsmitglied die Angaben auch für andere Haushaltsmitglieder machen kann. 

Achtung vor Trittbrettfahrern 

Die Erhebungsbeauftragten dürfen nicht nach Einkommen, Religion, Bankinformationen, Ausweisdokumenten, Passwörtern, Unterschriften oder Impfstatus fragen. Sie haben keine Kenntnis über Telefonnummern oder E-Mail-Adressen. Daher findet der Erstkontakt mit dem Auskunftspflichtigen ausschließlich durch die Terminankündigungsschreiben statt. Wenn ein Anruf erfolgt, dann nur als Rückruf auf einen vorangegangenen Anrufversuch des Auskunftspflichtigen. 

Die Bürgerinnen und Bürger müssen die Erhebungsbeauftragten nicht in die Wohnung lassen. Bestehen Zweifel an der Legitimität des Erhebungsbeauftragten oder der Echtheit des Erhebungsbeauftragtenausweises können die Betroffenen die zuständige Erhebungsstelle, Polizeidienststelle oder das Bayerische Landesamt für Statistik kontaktieren. Gefragt wird im Kurzinterview zum Beispiel nach Namen, Geschlecht, Familienstand und Staatsangehörigkeit. Diese Fragen werden allen Haushalten an den ausgewählten Adressen gestellt. Die Beantwortung dauert fünf bis zehn Minuten. Es besteht Auskunftspflicht. 

Rund die Hälfte der Haushalte ist zusätzlich für den erweiterten Fragebogen ausgewählt. Hierbei werden beispielsweise Fragen zu Bildungsstand und Erwerbstätigkeit gestellt. Die Beantwortung dauert ebenfalls fünf bis zehn Minuten. Auch für diese Fragen ist die Beantwortung verpflichtend. Die Auskunft kann online selbst erteilt werden. Hierfür erhalten die Befragten vom Erhebungsbeauftragten persönlich die Zugangsdaten überreicht. Wer nicht online melden will oder kann, kann den erweiterten Fragebogen direkt im Anschluss an das bereits geführte Kurzinterview gemeinsam mit dem Erhebungsbeauftragten schnell und komfortabel am Tablet ausfüllen. Wer auf Papier nicht verzichten kann, für den ist später auch die postalische Meldung mit einem Papierfragebogen möglich.

Kategorien: Pressemitteilung