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Schritt für Schritt zum fahrradfreundlichen Landkreis

12.10.2020

Schritt für Schritt zum fahrradfreundlichen Landkreis

LEADER-Projekt: Regionales Radwegenetz wird neu konzipiert –
Kommunen und Fachbehörden arbeiten Hand in Hand


Dingolfing-Landau. Radfahren gilt als der neue Lifestyle der Deutschen und gewinnt weiter an Attraktivität. Der Landkreis Dingolfing-Landau möchte seine Radstrecken kontinuierlich verbessern. Unter anderem läuft aktuell ein Projekt des Tourismusreferates, in dem das komplette Radwegenetz im Landkreis digital erfasst wird, um in einem nächsten Schritt die Beschilderung zu erneuern und eine digitale Radkarte zu erstellen.

800 Kilometer umfasst das Radwegenetz im Landkreis Dingolfing-Landau – jeder einzelne Kilometer wird im Rahmen des LEADER-Projektes befahren und genau unter die Lupe genommen. Wo könnte man neue Verbindungen schaffen? Wo gibt es noch Verbesserungspotential? „Die beteiligten Kommunen, die Fachbehörden und die Mitarbeiter der beauftragten Firma arbeiten Hand in Hand, um nicht nur den Status quo festzuhalten, sondern auch den Blick für Optimierungen zu schärfen“, sagt Projektbetreuerin Birgit Scholz vom Tourismusreferat des Landkreises.

Ein Team aus Landschaftsplanern, Kartographen und Geographen der Firma Green Solutions arbeitet mit Birgit Scholz eng zusammen. In den vergangenen Wochen wurden mehrere Workshops mit den Städten und Gemeinden des Landkreises abgehalten, um gemeinsam über Verkehrssicherheit, Befahrbarkeit der Radwege, Routenführungen und relevante Infrastruktur zu beraten.

Das aktuell laufende Projekt mit geschätzten Kosten in Höhe von 60.000 Euro wird zu rund einem Drittel über das LEADER-Förderprogramm der EU bezuschusst. „Ursprünglich war die Optimierung der touristischen Radrunden im Fokus gestanden“, sagt Tourismusreferentin Heidi Feicht. „Schnell wurde jedoch klar, dass das Projekt nur Sinn macht, wenn man alle Radwege – touristische Radrouten und sogenannte Alltagsradwege – in Augenschein nimmt.“

Der neue Radverkehrsbeauftragte des Landkreises, Tobias Pössnicker, konnte sich bei diesen Workshops einbringen und auf die Wichtigkeit der Alltagsradwege hinweisen, um die Auszeichnung „fahrradfreundlicher Landkreis“ zu erhalten. „Es ist schön zu sehen, dass die Gemeinden bereits sehr aktiv im Radwegebau sind und das Potential des Radverkehrs für eine nachhaltigere Mobilität genutzt werden soll“, so Tobias Pössnicker.

Auch Landrat Werner Bumeder unterstützt diese Idee. „Ich fahre oft und gerne mit dem Radl ins Büro und freue mich, wenn sich mehr und mehr Bürger dafür begeistern können. Wir werden die passenden Rahmenbedingungen schaffen, damit unsere Radwege nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag noch stärker genutzt werden. Das aktuelle Projekt ist dabei ein Baustein, aber nicht der einzige.“

Kategorien: Pressemitteilung