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„Rückgang in fast allen Bereichen“ - Polizei stellt Sicherheitsbericht für das Jahr 2020 vor

23.06.2021

„Rückgang in fast allen Bereichen“ - Polizei stellt Sicherheitsbericht für das Jahr 2020 vor 

Dingolfing-Landau. Wie sicher ist es im Landkreis? Dieser Frage sind kürzlich die beiden Dienstellenleiter der Polizei im Landkreis, Max Mundt (Dingolfing) und Stephan Lehner (Landau), bei einem Besuch im Landratsamt auf den Grund gegangen. Dabei erläuterten sie Landrat Werner Bumeder, Abteilungsleiterin Elisabeth Fischer, Geschäftsleiter Markus Allmannshofer und Anton Knöckl, Sachgebietsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung, die Sicherheitslage in Niederbayern und speziell im Landkreis. Das Fazit: Es kam zu einem Rückgang der Delikte im vergangenen Jahr. 

Landrat Werner Bumeder begrüßte die Dienststellenleiter Max Mundt und Stephan Lehner im Landratsamt und bedankte sich für die unermüdliche Arbeit der Polizei im Landkreis. Gerade im vergangenen Jahr sei der Austausch zwischen Landkreis und Polizei im Katastrophenfall noch intensiver gewesen, als er es ohnehin schon ist. 

Das Sicherheitsgefühl im Landkreis werde manchmal von selten vorkommenden, schwerwiegenden Delikten negativ beeinflusst. „Dabei ist die Lage im Landkreis wirklich sehr gut. Wir konnten einen Rückgang in fast allen Bereichen verzeichnen. Hier ist es also sicher“, so Landaus Dienststellenleiter Stephan Lehner. Um das Sicherheitsgefühl zu stärken, sei die Präsenz der Polizei auf der Straße von enormer Bedeutung. Diese wurde im vergangenen Jahr im Landkreis sogar verstärkt. 

Innenminister Joachim Herrmann stellte den Sicherheitsbericht für ganz Bayern bereits im März vor und teilte mit, dass Bayern das sicherste Bundesland in ganz Deutschland sei. „Niederbayern ist dabei sogar der sicherste Regierungsbezirk“, erklärte Lehner.  

In Niederbayern sind die Gesamtstraftaten von 43.529 (2019) auf 41.985 (2020) zurückgegangen. Dies stehe natürlich auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die Steigerung der Aufklärungsquote in Niederbayern von 70,2 auf 72,3 Prozent steht dem aber positiv gegenüber. Bayernweit lag diese im Durchschnitt bei 66,4 Prozent. Im Landkreis Dingolfing-Landau kam es 2020 zu 2.712 Straftaten bei einer Aufklärungsquote von 73 Prozent. Gegenüber 2019 wurden im Jahr 2020 287 Taten weniger registriert. Im Durchschnitt lag die Gesamtkriminalität in den vergangenen zehn Jahren bei rund 3.000 Fällen pro Jahr. 

Eine deutliche Zunahme war bei der Internetkriminalität zu verzeichnen, sowohl in ganz Bayern als auch im Landkreis. Dies sei auch zu großen Teilen mit der Pandemie erklärbar. „Die Bürgerinnen und Bürger bestellten überwiegend im Onlinehandel. Umso größer wird daher die Wahrscheinlichkeit, beim Kauf betrogen zu werden“, so PI-Leiter Stephan Lehner. Ein starker Rückgang war bei den Einbrüchen zu verzeichnen. Diese gingen im Landkreis um rund 30 Prozent zurück. „Während des Lockdowns waren die meisten Bürger zuhause. Das schreckt viele Diebe ab.“ 

Dingolfings PI-Chef Max Mundt erklärte zur Verkehrssicherheit, dass diese generell sehr gut sei. „Das ist vor allem der intakten Infrastruktur mit stets sanierten Straßen zu verdanken. Die Fälle summierten sich auf 3.127, 15,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Als Hauptursachen laufen meist Alkohol, Drogen oder Geschwindigkeit in die Statistik ein. „Leider mussten wir 2020 vier Verkehrstote verzeichnen“, erklärte Mundt. Zugenommen haben hingegen die Verkehrsunfälle mit Pedelecs und Fahrrädern um rund 15 Prozent. Auch Motorradfahrer und –fahrerinnen bilden weiterhin eine Risikogruppe.  

Landrat Werner Bumeder bedankte sich für die ausführlichen Informationen zur Sicherheitslage bei den beiden Dienststellenleitern: „Man kann sagen, dass es sich im Landkreis Dingolfing-Landau nicht nur gut leben lässt, sondern eben auch sicher. Das haben wir vor allem den örtlichen Polizeidienststellen zu verdanken.“

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