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Rettet „Lurchi“ Start des Artenhilfsprogramms Feuersalamander in Südostbayern

15.07.2022

Rettet „Lurchi“
Start des Artenhilfsprogramms Feuersalamander in Südostbayern

Dingolfing-Landau. Feuersalamander sind attraktive Amphibien. Und zumindest aus Filmen oder Büchern kennen viele diesen Lurch. Manche können sich sogar noch an die Comic-Heftchen der Schuhmarke „Salamander“ mit „Lurchi“ erinnern. Heutzutage ist der Feuersalamander in Bayern leider stark gefährdet. Um ihn zu schützen wurde das Artenhilfsprogramm Feuersalamander gestartet. Dazu haben sich kürzlich die Kooperationspartner an der Isarhangleite in Niederviehbach getroffen, wo der Feuersalamander als einer der letzten Orte in Südostbayern vorkommt.

Landrat Werner Bumeder war sofort von der Idee, die Bevölkerung auf die sensiblen Lebewesen aufmerksam zu machen, begeistert gewesen und unterstützt die Initiative: „Die Wahrung der heimischen Flora und Fauna ist mir auch persönlich ein großes Anliegen. Wir müssen auf unsere heimische Umwelt und Tiere Acht geben und unsere Vielfalt im Landkreis schützen.“ Bürgermeister Johannes Birkner bedankte sich bei den Projektanten und betonte die Bedeutung solcher Projekte. „Dabei habt ihr von der Gemeinde Niederviehbach vollste Unterstützung“, so der Bürgermeister.

Horst Schwemmer, Projektmanager beim Bund Naturschutz (BN) in Bayern, erklärte, dass der Feuersalamander Quellen und Gewässer braucht, um zu leben. Diese Lebensräume würden deutschlandweit verloren gehen. Deshalb wurde 2021 das „Artenhilfsprogramm Feuersalamander in Bayern“ gestartet. Kooperationspartner sind der Bund Naturschutz in Bayern e.V., der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. und der Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz in Bayern e.V sowie die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt in Dingolfing. Das Artenhilfsprogramm findet bayernweit statt und wird durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz aus Mitteln der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie gefördert.

Vor Ort in Niederviehbach kümmert sich Susanna Hanke vom Landschaftspflegeverband als Projektkoordinatorin für Südostbayern um den Lurch. „Den Larven hier in Niederviehbach geht es sehr gut. Entlang der Hangleite können sich die Larven blendend entwickeln“, so das Resümee der Expertin. Da es dem Feuersalamander in Niederviehbach sehr gut geht, wird Hanke hier vor allem lebensraumverbessernde Maßnahmen durchführen.

Der Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau ist seit 2022 offizieller Projektpartner und der Landkreis ist eine der Projektregionen. Im Landkreis findet man Feuersalamander vor allem entlang der Isarhangleite und in den Vilstalwäldern. Für den Erhalt dieser Amphibienart ist eine enge Zusammenarbeit mit Waldbesitzern erforderlich. Diese werden über Vorkommen auf ihren Flächen informiert und für den Umgang mit dem Feuersalamander sensibilisiert. Wenn sinnvoll, wird gemeinsam mit den Flächenbesitzern nach Möglichkeiten gesucht, wie der Lebensraum der Feuersalamander bewahrt und verbessert werden kann.

Kategorien: Pressemitteilung