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Neue Verordnung löst Ampel ab

04.11.2020

Seit Montag strengere Maßnahmen – Aktuell 106 aktive Fälle

Dingolfing-Landau. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Dingolfing-Landau liegt am heutigen Mittwoch, 4. November, nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 102,4. Gestern wurden 17 neue Fälle gemeldet. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 1.244 Personen mit Corona infiziert, 1.127 gelten als genesen, elf sind mit oder an dem Virus verstorben. Damit würde die bayerische Corona-Warnampel eigentlich auf Dunkelrot springen. Allerdings wurden mit Wirkung des 2. November deutschlandweit einheitliche Maßnahmen wirksam. Mit Inkrafttreten der 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist somit die „Bayerische Corona-Ampel“ aktuell „ausgeschaltet“.

Der neue Maßnahmenkatalog, der vorerst bis Ende November gilt, beinhaltet unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen: Der Aufenthalt im öffentlichen und im privaten Raum ist seit Montag begrenzt auf die Angehörigen des eigenen Hausstands und eines weiteren Hausstands – maximal aber zehn Personen. Konkret heißt das: Es dürfen sich zum Beispiel zwei fünfköpfige Familien treffen – das wären zwei Hausstände mit insgesamt zehn Personen –, nicht aber drei getrennt  voneinander wohnende Menschen, weil in diesem Fall zwar nur drei Personen, aber eben mehr als zwei Hausstände zusammenkommen würden.

Ebenfalls angeordnet wurde die Schließung sämtlicher Gastronomiebetriebe, Bars und Kneipen. Davon ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von Speisen und Getränken „to go“. Das Feiern auf öffentlichen Plätzen - unabhängig von der Anzahl der Personen - ist nicht erlaubt.

Die Abgabe von alkoholischen Getränken an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

Geschlossen werden zudem alle Einrichtungen und Institutionen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind – dies reicht von Kultureinrichtungen wie Theater und Museen über Kinos, Schwimmbäder, Saunen und Fitnessstudios, bis hin zu Wettannahmestellen, Spielhallen und Prostitutionsstätten.

Übernachtungsangebote dürfen von Hotels, Beherbergungsbetrieben, Schullandheimen, Jugendherbergen, Campingplätzen und allen sonstigen gewerblichen Unterkünften nur für glaubhaft notwendige, insbesondere für berufliche und geschäftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sind untersagt.

Darüber hinaus wird der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen eingestellt. Sämtliche Profisportveranstaltungen dürfen zwar plangemäß stattfinden, Zuschauer sind aber nicht zugelassen. Individualsport – etwa Laufen im Freien – ist nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Spielplätze sind weiter geöffnet. Kinder müssen aber von Erwachsenen begleitet werden.

Gottesdienste können weiter unter Auflagen stattfinden.

Alle anderen Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt, ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche wie Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz – also Demonstrationen.

Geöffnet bleibt dagegen der Groß- und Einzelhandel, wobei sich nach wie vor nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche im jeweiligen Geschäft aufhalten darf. Ebenfalls öffnen dürfen Friseursalons. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapie sind weiterhin gestattet.
Geschlossen bleiben müssen dagegen Dienstleistungsbetriebe zur Körperpflege, zum Beispiel Nagelstudios, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Weiterhin gilt die Maskenpflicht immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. In Schulen muss sie in allen Jahrgangsstufen aller Schularten sowohl am Schulgelände als auch am Platz getragen werden.

Die 8. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung im Wortlaut finden Sie unter www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-616/

Das Bürgertelefon des Landkreises ist von Montag bis Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und am Freitag von 10 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 08731 87-200 für Fragen zu den neuen Maßnahmen erreichbar.