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Lage hat sich entspannt - Teilaufhebung der Sicherheitsmaßnahmen zur Geflügelpest auch im Landkreis

03.05.2021

Lage hat sich entspannt - Teilaufhebung der Sicherheitsmaßnahmen zur Geflügelpest auch im Landkreis

Dingolfing-Landau. Das gegenwärtige HPAI-Geschehen (Geflügelpest) in Bayern hat sich entspannt. Aus diesem Grund können auch im Landkreis Dingolfing-Landau einige Schutzmaßnahmen aufgehoben werden. 

Nachdem die Hauptphase des Frühjahrsvogelzugs durchschritten ist und die Außentemperaturen ebenso wie die Sonneneinstrahlung deutlich zunehmen, wodurch es zu einer schnellen Inaktivierung des Erregers kommt, hat sich die Infektionsgefahr für Wild- und Hausgeflügel entsprechend verringert. In der Folge wurden seit circa zwei Wochen in ganz Bayern keine HPAIV-Infektion bei Wildvögeln oder in Hausgeflügelbeständen mehr nachgewiesen. Auch bundesweit, besonders aber im süddeutschen Raum, sind die Zahlen der Neumeldungen seit Anfang April stark rückläufig. Dies gilt im Hinblick auf Wildvögel auch für unsere europäischen Nachbarn, die zuletzt ebenfalls nur noch wenige Fälle zu verzeichnen hatten. 

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, die Regierung von Niederbayern und das Landratsamt Dingolfing-Landau sehen aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung die Möglichkeit, die entlang der Flussläufe und im Umkreis um größere Stillgewässer bisher angeordnete Stallpflicht und das allgemeine tierseuchenrechtliche Verbot von Geflügelmärkten und Ausstellungen aufzuheben. Allerdings können aufgrund der Corona-Beschränkungen aber weiterhin keine Märkte und Ausstellungen abgehalten werden. 

Folgende Schutzmaßnahmen gelten weiterhin: 

 

1.     Für Geflügelhaltungen unter 1.000 Stück Geflügel gilt:

  • Die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder die sonstigen Standorte des Geflügels sind gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren zu sichern,
  • die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels dürfen von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten werden, die Schutz- oder Einwegschutzkleidung ist nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich abzulegen.
  • Schutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren oder bei Einmalschutzkleidung unschädlich zu beseitigen.
  • Nach jeder Einstallung oder Ausstallung von Geflügel sind die dazu eingesetzten Gerätschaften, der Verladeplatz und die frei gewordenen Ställe zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Betriebseigene Fahrzeuge sind unmittelbar nach Abschluss eines Geflügeltransports auf einem befestigten Platz zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Fahrzeuge, Maschinen und sonstige Gerätschaften, die in der Geflügelhaltung eingesetzt und in mehreren Ställen oder von mehreren Betrieben gemeinsam benutzt werden, sind jeweils vor der Benutzung in einem anderen Stall oder, im abgebenden Betrieb vor der Abgabe zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Eine ordnungsgemäße Schadnagerbekämpfung ist durchzuführen und zu dokumentieren.
  • Einrichtungen zur Aufbewahrung verendeten Geflügels sind nach jeder Abholung, mindestens jedoch einmal im Monat zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Es ist eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zum Wechseln und Ablegen der Kleidung und zur Desinfektion der Schuhe vorzuhalten. 

2.    Für wasserlebendes Wildgeflügel gilt ein allgemeines Fütterungsverbot im gesamten Landkreis Dingolfing-Landau. 

Das Landratsamt weist außerdem darauf hin, dass alle Geflügelhalter im Landkreis Dingolfing-Landau, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels (Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln und Laufvögel) immer noch nicht nachgekommen sind, diese unverzüglich beim Landratsamt Dingolfing-Landau, Veterinäramt, Telefon 08731 87-507, Fax 08731 87-751 oder per E-Mail:

veterinaerwesen@landkreis-dingolfing-landau.de

anzuzeigen haben. 

Eine Ansteckung des Menschen über Wildvögel oder deren Ausscheidungen ist nach dem bisherigen Kenntnisstand noch nicht bekannt. 

Der Wortlaut der Allgemeinverfügung kann im Amtsblatt eingesehen werden. 

Das Veterinäramt Dingolfing-Landau bittet um dringende Beachtung.

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