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Herausforderungen und Maßnahmen für die Zukunft

29.11.2023

Unternehmensbefragung zeigt Bedürfnisse der Betriebe im Landkreis

Dingolfing-Landau. Im Sommer hat die Wirtschaftsförderung des Landkreises eine Unternehmensbefragung durchgeführt. Die Erhebung hat nun ein vielschichtiges Bild der aktuellen Lage und der Bedürfnisse der Unternehmen in der Region gezeichnet. Die Befragung von 1.200 Betrieben fand eine gute Akzeptanz. Und auch die Ergebnisse können sich sehen lassen: So ist die Standortzufriedenheit der Betriebe insgesamt hoch, wenn es auch bei den Arbeitskräften, der digitalen Infrastruktur und den Flächen Engpässe gibt. Trotz aller Krisen sind die betrieblichen Entwicklungspläne insgesamt dynamisch. Allerdings wollen 35 Unternehmen bis 2025 ihren Betrieb einstellen.

Um die Ergebnisse zu besprechen, versammelten sich wichtige Vertreter aus dem Beratungsnetzwerk für Unternehmen und der Verwaltung des Landkreises zum Arbeitstreffen. Unter der Leitung von Josef Rother, Referent der Firma Gefak, und Wirtschaftsreferentin Nadja Bauer-Beutlhauser sowie in Anwesenheit von Landrat Werner Bumeder, Geschäftsleiter Markus Allmannshofer, Sebastian Wimmer (Sachgebietsleiter Kreisentwicklung), Verena Eberl (Gesundheitsregion plus), Lisa Wutz (Regionalmanagement), Katrin Riedmayr (Klimaschutzmanagerin), Katharina Spanner (TZ Puls), Sandra Krammer (Wirtschaftsförderung), Alexander Naumann (Handwerkskammer), Erich Doblinger (IHK), Monika Pfleger (Lindner-Stiftung) und weiteren Teilnehmern wurden die Ergebnisse präsentiert und diskutiert.

Einige Kernthemen und Herausforderungen kristallisierten sich dabei heraus - Standortfaktoren und Zufriedenheit: Die Lebensqualität erhielt als Standortfaktor höchste Zustimmung. Trotz vereinzelter negativer Ausreißer war die Gesamtzufriedenheit recht hoch.

Zudem wurden mehrere Handlungsfelder identifiziert, darunter Arbeitskräfte (sowohl Fachkräfte als auch andere Arbeitskräfte), digitale Infrastruktur, Aus- sowie Weiterbildungsangebote, Digitalisierung, Mobilität sowie Energie und Nachhaltigkeit. Auch Wohnraum, medizinische Versorgung und der Service von Wirtschaftsförderung, Landratsamt und Behörden wurden als bedeutend erachtet.

Herausforderungen: Trotz expansiver Pläne stehen viele Betriebe vor der Herausforderung der Betriebsübergabe. Mit 17,6 Prozent steht circa jeder sechste Betrieb im Landkreis vor Übergabeentscheidungen. Darüber hinaus gibt es einen Bedarf an Gewerbeflächen, während mangelnder Wohnraum und Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung aufgrund fehlender Bewerber oder Qualifikationen bestehen.

Maßnahmen und Lösungsansätze: In Anbetracht dieser Herausforderungen wurden konkrete Maßnahmen beschlossen, um den Bedürfnissen der Unternehmen gerecht zu werden. Dazu gehören die Einrichtung von Beratertagen am Landratsamt und Veranstaltungen zur Unternehmensnachfolge sowie Initiativen zur Schließung von Versorgungslücken im Mobilfunkbereich. Weitere Lösungsansätze beinhalten die Förderung von Aus- und Weiterbildungsangeboten, betrieblichem Gesundheitsmanagement, erneuerbaren Energien in Unternehmen und der Unterstützung des eingeführten On-Demand-Verkehrs „LanDi“. Auch spezifische Angebote für das Handwerk und Fachkräftesicherung stehen im Fokus der zukünftigen Maßnahmen.

„Die Befragung und die beschlossenen Maßnahmen zeigen unseren Willen zur Zusammenarbeit. Wir wollen die Unternehmen im Landkreis bestmöglich unterstützen“, so Landrat Werner Bumeder. Und Nadja Bauer-Beutlhauser von der Wirtschaftsförderung ergänzt: „Die wertvollen Aussagen der teilnehmenden Unternehmen sind von nun an Grundlage der täglichen Arbeit in der Kreisentwicklung.“

In den folgenden Wochen und Monaten werden die Unternehmen Antworten erhalten. Mit Sandra Krammer hat die Wirtschaftsförderung am Landratsamt seit Mai Verstärkung, die sich in diesem Projekt speziell auf die Kommunikation mit den Unternehmen konzentriert.