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Erste Flüchtlinge im Jugendtagungshaus angekommen

11.03.2022

Landrat Werner Bumeder: „Hilfeleistung ist humanitäre Verpflichtung“ – Größere Notunterkunft wird in Dingolfing eingerichtet

Dingolfing-Landau. Ein Bus und drei Autos mit Flüchtlingen aus der Ukraine sind am Freitagnachmittag am Jugendtagungshaus in Haunersdorf angekommen. 46 Personen wurden von einem Ankerzentrum im Landkreis Deggendorf hierher verlegt. In Haunersdorf sollen sie jetzt nach einer anstrengenden Flucht Ruhe finden und sich von den Strapazen erholen.

„Es ist unsere humanitäre Verpflichtung, diesen Menschen zu helfen. Oft sind es Mütter mit kleinen Kindern, die jetzt bei uns Schutz suchen. Wir wollen sie in dieser schwierigen Situation bestmöglich unterstützen“, sagte Landrat Werner Bumeder, der die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Haunersdorf zusammen mit 2. Bürgermeisterin Petra Schulte und Simbachs Pfarrer Pater Paul Mrotek persönlich begrüßte. Die Welle der Hilfsbereitschaft sei in der Landkreisbevölkerung ungebrochen. Ebenso wie die Kommunen haben auch viele Privatpersonen bereits Unterkünfte angeboten. Andere stellen sich als Dolmetscher zur Verfügung oder helfen bei der Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. „Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen, die sich in irgendeiner Weise einbringen, sehr herzlich bedanken“, so der Landrat.

Auch Simbachs Bürgermeister Herbert Sporrer und die Menschen in seiner Gemeinde helfen, wo sie können. In den vergangenen Tagen haben sie in Haunersdorf alles für die bevorstehende Ankunft der Kriegsflüchtlinge hergerichtet. „Wir haben Getränke und Essen besorgt, Betten bezogen, Waschmöglichkeiten organisiert und vieles mehr“, zählt Herbert Sporrer auf. Wenn die Menschen erstmal angekommen sind, wird der Bedarf an Hygieneartikeln, Windeln und so weiter nochmal ermittelt und alles Notwendige besorgt. „Wichtig ist jetzt aber auch, dass unsere Gäste wissen, sie sind hier willkommen. Und dass wir ihnen die Möglichkeit geben, hier in Haunersdorf zur Ruhe zu kommen“, sagt der Bürgermeister.

Der Landkreis Dingolfing-Landau bereitet sich aktuell auf die Ankunft von bis zu 1.000 Geflohenen vor. Rund 150 Personen sind bereits über private Kontakte untergekommen und haben sich über die zuständigen Einwohnermeldeämter registriert. Mehrere Gebäude in Besitz des Landkreises bzw. von Kommunen werden derzeit für die Unterbringung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen vorbereitet. Eine Turnhalle in Dingolfing soll mit bis zu 100 Betten als Notunterkunft für größere Gruppen dienen. Ziel ist aber immer, die Flüchtlinge möglichst zeitnah in geeigneten Wohnungen oder Häusern unterzubringen.

Wer ukrainisch oder russisch spricht und sich als Dolmetscher zur Verfügung stellen würde, aber auch wer Wohnraum anbieten kann, soll sich bitte weiterhin über das Kontaktformular auf der Homepage des Landratsamtes melden: www.landkreis-dingolfing-landau.de/buergerservice/hilfe-ukraine/.

Wichtige Antworten zum Krieg in der Ukraine findet man auch auf der neu eingerichteten Seite des Freistaats: www.ukraine-hilfe.bayern.de .