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Ein Meer aus Blüten

26.05.2020

Ein Meer aus Blüten

Landrat Werner Bumeder und Kreisfachberater Andreas Kinateder ziehen am „Tag der Artenvielfalt“ für den Landkreis eine positive Zwischenbilanz

Dingolfing-Landau. Ein Meer aus Blüten strahlt dem Betrachter auf einer neu angelegten Blühfläche am Dingolfinger Förderzentrum entgegen. Landrat Werner Bumeder und Kreisfachberater Andreas Kinateder haben den „Internationalen Tag der Artenvielfalt“ zum Anlass genommen für eine Zwischenbilanz laufender Projekte im Landkreis Dingolfing-Landau. Und die fiel sehr positiv aus.

„Es handelt sich hier keineswegs um Pflichtaufgaben, sondern um ein freiwilliges Engagement des Landkreises“, sagte Landrat Werner Bumeder, und lobte die Mitarbeiter der Kreisfachberatung, der Naturschutzbehörde sowie des Landschaftspflegeverbandes. Dank ihres Einsatzes blühen nun zahlreiche Flächen neben Schulen, Wohnheimen oder Seniorenheimen.

„Die Erstanlage und die Mahd für solche Flächen ist zwar kostspieliger, aber langfristig deutlich günstiger“, berichtete Fachberater Andreas Kinateder bei der Besichtigung der neuen Blühfläche am Dingolfinger Förderzentrum. Kinateder koordiniert auch die Mäharbeiten an der gegenüberliegenden technischen Berufsschule, wo eine Fläche von über 5.000 Quadratmetern zweimal im Jahr insektenschonend gemäht wird. „Das spart uns Geld. Kurzrasenflächen an anderen Einrichtungen mit jährlich vielen Mähgängen kosten den Landkreis mehr als das Doppelte“, so Andreas Kinateder.

Man könne mit wenig Einsatz viel erreichen: So seien die blühenden Magerwiesen nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch interessant. Es gehe dabei nicht allein um Honigbienen, sondern vor allem um die rund 500 wildlebenden Bienenarten oder Schmetterlinge, die wiederum eine Nahrungsquelle für andere heimische Tiere sind. Und nicht zuletzt seien die Blühwiesen fürs menschliche Auge schön anzuschauen. Das konnte Landrat Werner Bumeder bestätigen. Es sei absolut wünschenswert, das Blühflächen-Projekt des Landkreises in Zusammenarbeit mit zahlreichen beteiligten Kommunen fortzusetzen.

Ein weiteres, aus Sicht des Landkreises nachahmenswertes Beispiel: An der Seitenzufahrt des Gymnasiums Dingolfing sowie am Landwirtschaftsamt in Landau wurden anstelle von Rasenflächen Staudenmischpflanzen angelegt. An zahlreichen Einrichtungen wurde ergänzend dazu durch Ansaaten oder Nachpflanzungen ein Beitrag zur Artenanreicherung geleistet, in manchen Fällen mäht man nun später. Bei Neuanlagen an Landkreiseinrichtungen hat man in den vergangenen Jahren verstärkt Blühflächen geschaffen. Man ging Kooperationen mit der Privatwirtschaft wie BMW oder der Sparkasse Niederbayern-Mitte ein, die diese Aktionen unterstützen. Vereine wurden mit Bäumen und Saatgut zur Verschönerung des öffentlichen Raums ausgestattet, Kindergärten und Schulen mit Blumenzwiebeln.

Für die Zukunft sind weitere Aktionen geplant, beispielsweise möchte man mit einem Projektpartner an Schulen Nistkästen aufhängen oder Lebensstätten für Eidechsen anlegen. „Die Einrichtungen des Landkreises bieten hier noch Potenzial“, sind sich Landrat Werner Bumeder und Kreisfachberater Andreas Kinateder einig.

Erfreulich waren auch die zahlreichen Anfragen von Betrieben zur artenfreundlichen Gestaltung ihrer Freiflächen. So hat erst vor wenigen Tagen ein Waschstraßenbesitzer Kreisfachberater Andraes Kinateder kontaktiert, weil er seine Grünflächen entsprechend bepflanzen möchte. Die Kommunen im Landkreis Dingolfing-Landau haben inzwischen über 70 Dauerblühflächen geschaffen – teils handelt es sich um Randstreifen, Fahrbahnteiler oder um größere Grünflächen in Siedlungen. „Das stimmt uns sehr zuversichtlich“, so Landrat Werner Bumeder.

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