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Corona-Ampel auf Gelb

19.10.2020

Dingolfing-Landau. In Bayern und ganz Deutschland breitet sich das Coronavirus weiter aus. Der Signalwert von 35 bei der Sieben-Tages-Inzidenz wird laut Robert-Koch-Institut an diesem Montag auch im Landkreis Dingolfing-Landau überschritten (Inzidenz: 36,2; Stand: 19. Oktober., 0.00 Uhr). Die Corona-Ampel der Bayerischen Staatsregierung springt damit auf Gelb und macht Maßnahmen, die mindestens eine Woche lang gelten werden, für den Landkreis notwendig.

Täglich nehmen die neu gemeldeten Corona-Fälle zu – auch im Landkreis Dingolfing-Landau. Inzwischen wurde der Signalwert von 35 bei der Sieben-Tages-Inzidenz überschritten. Die neuen Fälle sind alle unterschiedlichen Ursprungs, ein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen ist nicht erkennbar. „Im niederbayernweiten Vergleich kommen wir noch gut davon, wie es in der Zukunft aussieht, ist aber nicht absehbar“, so Landrat Werner Bumeder.

Durch die Änderung der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 16. Oktober 2020 ist keine separate Anordnung von Maßnahmen durch den Landkreis mehr nötig. Dafür gilt nun die Corona-Ampel. Landrat Werner Bumeder begrüßt die Vereinheitlichung der Corona-Regeln: „Die Maßnahmen landesweit zu vereinheitlichen, finde ich gut. Allerdings heißt das aber auch, dass sich die Gesamtlage weiter zuspitzt. Man sollte das Geschehen nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Im Landkreis Dingolfing-Landau gelten somit ab Dienstag, 20. Oktober, neben den allgemein gültigen Vorkehrungen vorerst eine Woche lang folgende Regelungen:

  • Private Feiern und Kontakte werden auf zwei Hausstände oder maximal zehn Personen begrenzt. Dies gilt auch für Veranstaltungen nach § 5 Abs.2 der 7.BayIfSMV, beispielsweise für Geburtstage oder Hochzeiten, Vereins-und Parteisitzungen, selbst wenn sie in der Gastronomie stattfinden.
  • Es wird eine Maskenpflicht dort eingeführt, wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen. Das gilt insbesondere bei öffentlichen Gebäuden oder Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten und sonstigen öffentlich zugänglichen Gebäuden, in den Schulen, für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen sowie durchgängig auf Tagungen, Kongressen, Messen und in Kulturstätten auch am Platz. Zudem gilt die Maskenpflicht auf Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen; Gleiches gilt für den Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 m nicht zuverlässig eingehalten werden kann.
  • Es gilt wieder Maskenpflicht auch am Platz in weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 und in Hochschulen.
  • Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie; ab 23 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden.
  • Bei Nicht-Einhalten wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, das mit Geldbußen bis in den fünfstelligen Bereich geahndet werden kann. Die Einreise-Quarantäne-Verordnung des Bayerischen Gesundheitsministeriums gilt weiter. 
  • Die verschärften Maßnahmen gelten nach Vorgaben der Staatsregierung auch nach Unterschreitung des Signalwertes von 35 noch volle sechs Tage weiter.
  • „Nun geht es darum, das Infektionsgeschehen so gut wie möglich zu beherrschen. Sich an die sicher manchmal unliebsamen, aber im Endeffekt ertragbaren Maßnahmen zu halten, sehe ich schlicht und einfach als Bürgerpflicht, die es zu erfüllen gilt“, so Landrat Werner Bumeder.

Aufgrund der erhöhten Nachfrage in Bezug auf das Coronavirus wird ab morgen, Dienstag, bis Freitag, 23. Oktober, das Bürgertelefon wieder eingerichtet. Es ist von 10 bis 12 Uhr und am Freitag von 10 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 08731 87-200 erreichbar. Die Teststation ist unter der Woche von 12 bis 19 Uhr geöffnet.

Aktuell gibt es im Landkreis 37 aktive Corona-Fälle (Stand: 19. Oktober, 9.06 Uhr). Seit Beginn der Pandemie haben sich 1.052 Personen im Landkreis mit Covid-19 infiziert, elf sind mit oder an Corona gestorben.