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Brutzeit von Brachvogel und Kibitz: Was ist zu beachten?

22.04.2020

Brutzeit von Brachvogel und Kibitz: Was ist zu beachten?

Dingolfing-Landau. Kiebitz und Großer Brachvogel sind die bekanntesten wiesenbrütenden Vogelarten. Jetzt sind sie aus ihren Winterquartieren in unseren Landkreis zurückgekehrt. Die Paare haben sich gefunden und jedes Paar hat ein für sich passendes Brutrevier bezogen. Für die Elternvögel beginnt nun die Brut- und Aufzuchtzeit – die anstrengendste und kräftezehrendste Zeit im Vogeljahr.

Gemeinsam mit der Naturschutzbehörde, dem Landschaftspflegeverband und den Naturschutzverbänden stellen viele Landwirte den wiesenbrütenden Vogelarten ungestörte Flächen zur Verfügung, indem sie ihre Wiesen im Rahmen des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogrammes in der Brutzeit nicht befahren und nicht bewirtschaften. Besonders viele dieser, im Volksmund oft „Brachvogelwiesen“ genannten Flächen, liegen im Königsauer Moos. Hier und im Wallersdorfer Moos kümmert sich der Gebietsbetreuer der Isartal-Wiesenbrütergebiete, Manfred Röslmair, gemeinsam mit Landwirten, Jägern, Naturschutzverbänden und Gemeinden darum, dass die Wiesenbrüter ungestört brüten können.

Doch auch alle anderen Naturfreundinnen und Naturfreunde können aktiv dazu beitragen, dass Wiesenbrüter erfolgreich brüten und ihre Küken aufziehen: von Mitte März bis Ende Juli sollte man die Brutgebiete der Wiesenbrüter meiden, um den sensiblen Tieren keinen Stress zuzufügen. Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und andere Naturliebhaber verhalten sich naturschonend, indem sie während dieser Zeit die Wiesenbrütergebiete meiden. Die Haupt-Wiesenbrütergebiete in unserem Landkreis befinden sich im Isartal (Rimbacher, Dornwanger, Königsauer und Wallersdorfer Moos) sowie im Vilstal von der Landkreisgrenze bis zum Stausee sowie unterhalb Eichendorf.

Sollten Sie jedoch Interesse daran haben, diese interessanten Vogelarten zu beobachten, so sind hierfür die Randbereiche der Wiesenbrütergebiete geeignet, da man hier am wenigsten Störungen verursacht. Selbstverständlich sind die befestigten Wege nicht zu verlassen und Hunde sind anzuleinen. Auch Sport- und Freizeitveranstaltungen, Hundeprüfungen, Hundeausbildungen usw. stören die wiesenbrütenden Vogelarten bei Brut und Jungenaufzucht. Das Befahren und Begehen der Wiesen stört und schädigt diese Vögel, daher ist es sogar naturschutzrechtlich und vertragsrechtlich teilweise verboten.

Wenn möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner unseres Landkreises sich achtsam gegenüber Brachvogel und Kiebitz verhalten, dann profitieren auch viele weitere Tierarten von diesen beruhigten Gebieten. Hierzu gehören Fasan, Rebhuhn und Wachtel, aber auch die Feldlerche – der Vogel dieses Jahres – deren tirilierender Gesang die Luft über unseren Wiesenbrütergebieten erfüllt.

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Kategorien: Pressemitteilung