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Bürgerservice

Appell des Landrates: Pflegekräfte dringend gesucht

20.03.2020

Dingolfing-Landau. Landrat Heinrich Trapp wendet sich mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit und ersucht alle ausgebildeten Pflegekräfte, die aus privaten Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben, sich für Notfallpläne zu melden. Man müsse Vorkehrungen für Notbesetzungen treffen, wenn Personal in der Seniorenbetreuung und -pflege krankheitsbedingt ausfallen sollte.

Interessenten werden gebeten, sich ab Montag im Landratsamt unter Telefon 08731 87-116 oder bei der Freiwilligenagentur (Telefon 08731 3247133, info@fwa-dingolfing-landau.de) zu melden.

Bei Landrat Heinrich Trapp, der mit der Leiterin der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Regierungsdirektorin Elisabeth Fischer, und einem 20-köpfigen Koordinierungsteam sowie hunderten Einsatzkräften im Hintergrund den Landkreis auf die kommenden Tage vorbereiten will, reiht sich eine Besprechung an die andere.

Ein Lichtblick war das Telefonat mit einem Landauer Unternehmer, der den Engpass bei Masken beseitigen hilft. Unverständnis zeigte der Landrat für das Verhalten von Menschen, denen eine 14 tägige Quarantäne verordnet ist, die dann aber in Geschäften und Behörden auftauchen. Der Landrat wird sich am Montag erneut mit meinem offenen Brief und bereits am Wochenende mit einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit wenden.

Die erste Videobotschaft war am Freitag um 21.46 Uhr online gestellt worden, hatte am Samstagmorgen bereits über 5.000 Aufrufe und zu Beginn der Woche über 16.000 Klicks. Auch der offene Brief, der in den Tageszeitungen am Samstag veröffentlicht worden, traf auf gewaltiges Informationsbedürfnis der Bevölkerung. Landrat Trapp: „Die Resonanz war überwältigend und noch nie habe ich so viele positive und dankbare Reaktionen bekommen.“

Wie der Landrat am Nachmittag mitteilte, seien im Landkreis Dingolfing-Landau 25 Infizierte positiv getestet, für 182 Kontaktpersonen sei häusliche Quarantäne angeordnet (Stand: 20. März, 14.30 Uhr). Einen schweren Fall, der im Krankenhaus behandelt werden müsse, gebe es gegenwärtig – anders als in Nachbarlandkreisen – in Dingolfing-Landau noch nicht. Wie ernst die Lage sei, zeigte eine Telefonkonferenz der niederbayerischen Landräte, wo ausgesprochen wurde, dass für einige der Patienten in Niederbayern Lebensgefahr bestehe.