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„Alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen“; Wohnberatung: Vermehrte Anfragen zur altersgerechten Badsanierung

09.02.2022

„Alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen“
Wohnberatung: Vermehrte Anfragen zur altersgerechten Badsanierung

Dingolfing-Landau. Die Wohnraumberatung des Landkreises steckt wie zahlreiche andere Bereiche mitten im Corona-Trubel. Dennoch wird der Teamgeist und die Beratungsqualität gerade in diesen besonderen Zeiten großgeschrieben. Weiterhin finden die Beratungsangebote großen Anklang, besonders im Bereich der altersgerechten Bädersanierung. Hier gibt es diverse Fördermöglichkeiten. 

Wie Koordinatorin Sonja Habereder berichtet, besteht die Wohnberatung im Landkreis Dingolfing-Landau seit Oktober 2018. Das Ehrenamtsteam, bestehend aus 13 ehrenamtlichen Wohnraumberaterinnen und Wohnraumberatern versucht stets, das Beste für die Klienten herauszuarbeiten – wenn dies nicht in Präsenz möglich ist, so werden auch online Veranstaltungen abgehalten. 

„Ein starkes Team“, so Sonja Habereder. „Das optimale Zusammenspiel zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten und eine gezielte Koordination der Akteure ist der Garant für erfolgreiche Arbeit.“ Der Erstkontakt kann über die Anlaufstelle im Landratsamt unter der Rufnummer 08731 87-571 hergestellt werden. 

Sonja Habereder erklärt, dass bereits vermehrt Beratungsanfragen im Januar zu verzeichnen waren. Viele davon beziehen sich auf eine barrierefreie Badsanierung. Aus der Fachwelt wird berichtet, dass immer noch zu viele Barrieren und zu geringe Bewegungsflächen im existenten Wohnungsbau vorhanden sind, was die Wohnberatungsstelle nur bestätigen kann. 

Gelungene Verbesserungen sind beispielsweise möglich durch

  • bodengleiche Dusche
  • Duschvorhänge anstelle einengender Duschseitenteile
  • Kontrastreiche Gestaltung
  • Rutschhemmende Fliesen (im Duschbereich R10B)
  • Gute Beleuchtung
  • Montage von Haltegriffen, die auf den Bedarf abgestimmt wurden
  • Bedarfsgerechte Sitzgelegenheiten
  • Unterfahrbares Waschbecken (Raumsparsiphon)
  • Angepasste Toilettenhöhe (z.B. 46 bis 48 cm ab Oberkannte Fußboden)
  • Heizkörper mit Sprossen, um ein Anwärmen der Kleidung zu ermöglichen
  • Fixierte Matte, anstelle von Badezimmerläufern
  • Aus Sicherheitsgründen sollte die Türe nach außen aufgehen
  • Anpassung von individuell abgestimmten Ausstattungen 

Bei Menschen, die einen Pflegegrad haben, erstattet die Pflegekasse pro pflegebedürftiger Person bis zu 4.000 Euro für eine Umbaumaßnahme. Leben mehrere pflegebedürftige Personen in einem Haushalt (z.B. Ehepaar oder Wohngemeinschaft), ist der Zuschuss pro Umbaumaßnahme auf 16.000 Euro begrenzt. Ändert oder verschlechtert sich der Zustand des Pflegebedürftigen, kann für erneute Umbauarbeiten ein neuer Antrag auf Bezuschussung gestellt werden. Der Leistungsträger prüft hier die Anträge. Sonja Habereder ermutigt die Bürgerinnen und Bürger die Anträge beim Leistungsträger zu stellen, um sicher zu gehen, dass alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft wurden. 

Coronabedingt ist derzeit nur in äußerst dringenden Fällen eine aufsuchende Beratung möglich. Doch die ehrenamtlichen Wohnraumberaterinnen und -berater sind zuversichtlich, da sich vieles auch telefonisch klären lässt. 

Ziel der Wohnberatung ist, auch in diesen Zeiten die für die jeweilige Lebenssituation beste Lösung und mögliche Förderung zu finden und dieses Fachwissen kostenlos und unverbindlich den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen.

Kategorien: Pressemitteilung