Landratsamt Dingolfing-Landau Landratsamt Dingolfing-Landau
Bürgerservice

Aktuelle Informationen in Sachen Corona - Stand: 31. März, 10 Uhr

31.03.2020

  • Dr. Lothar Wittek zum Versorgungsarzt ernannt
  • Mobile Teststation läuft
  • 96 positiv getestete Bürger*innen im Landkreis
  • Wertstoffhöfe und Kompostplätze mit eingeschränktem Betrieb

Dingolfing-Landau. Landrat Heinrich Trapp hat den Dingolfinger Allgemeinarzt Dr. Lothar Wittek am Dienstag zum Versorgungsarzt der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) ernannt. Er übernimmt damit während der Corona-Pandemie wichtige Sonderaufgaben – mit dem vorrangigen Ziel, die bestmögliche ärztliche Versorgung sicherzustellen.

Laut Notfallplan der Bayerischen Staatsregierung muss in jedem Landkreis ein Versorgungsarzt eingesetzt werden. Landrat Heinrich Trapp ist sehr froh darüber, dass Dr. Lothar Wittek diese Aufgabe übernimmt. „Er ist genau der Richtige dafür. Ich habe Herrn Dr. Wittek als äußerst kompetenten und menschlichen Mediziner erlebt und bin mir sicher, dass er als Versorgungsarzt die richtigen Entscheidungen treffen wird – zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger im Landkreis“, so Heinrich Trapp. Dr. Wittek betreibt seit 1984 eine Allgemeinarztpraxis in Dingolfing und war insgesamt zehn Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB). „Sein Wort hat besonderes Gewicht“, so der Landrat, der den Mediziner am Dienstag offiziell zum Versorgungsarzt ernannt hat.

Zu seinen Aufgaben zählen die Einrichtung von Schwerpunktpraxen für die Untersuchung und Behandlung von COVID-19-Patienten und die Rekrutierung des hierfür erforderlichen Personals, außerdem die Planung und Vorbereitung aller notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Grundversorgung im Katastrophenfall sowie die Unterstützung der FüGK bei der Verteilung der infektionsfachlich notwendigen Schutzausrüstung an die Arztpraxen. Bei der Einrichtung und dem Betrieb von örtlichen Testzentren ist der Versorgungsarzt ebenso unterstützend tätig wie bei einer etwaigen Verpflichtung medizinischen Personals, soweit dieses zur Katastrophenhilfe nach Art. 7 BayKSG verpflichtet ist.

Mobile Teststation läuft

Am Montag hat die mobile Teststation in Dingolfing ihren Betrieb aufgenommen. Die Abstrichentnahme erfolgt ausschließlich bei Patienten mit entsprechender Symptomatik, die vorher entweder über die KVB (Kassenärztliche Vereinigung Bayern) oder über das jeweilige Gesundheitsamt einen Termin erhalten haben. Ohne vorherige Terminvereinbarung und eine Bestätigung ist die Abstrichentnahme nicht möglich. Um zu verhindern, dass Personen ohne Termin erscheinen, wird die Teststation von einem privaten Sicherheitsdienst überwacht. Sollte es dennoch zu Schwierigkeiten kommen, wird auch die Polizeiinspektion Dingolfing für einen geordneten Ablauf sorgen.

Aktuell 96 Corona-Infizierte

Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Dingolfing-Landau steigt unterdessen weiter: Wie die Führungsgruppe Katastrophenschutz am Dienstag mitgeteilt hat, sind aktuell 96 Bürger*innen positiv auf das Virus getestet worden (Stand: 31. März, 10 Uhr). Acht der Infizierten konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Knapp 500 Kontaktpersonen der Infizierten wurden bislang ermittelt und getestet.

Keine Unbedenklichkeitsbescheinigungen für Arbeitgeber

Nach wie vor melden sich Bürger*innen im Landratsamt und bitten um eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ zur Vorlage beim Arbeitgeber, aus der hervorgeht, dass die betreffende Person negativ auf Corona getestet worden ist. Das Gesundheitsamt weist nochmals darauf hin, dass derartige Bescheinigungen aus fachlichen und rechtlichen Gründen nicht ausgestellt werden können.

Testergebnisse brauchen Zeit

Gleichzeitig erinnert das Gesundheitsamt daran, dass Testergebnisse oftmals erst nach mehreren Tagen vorliegen und bittet die Betroffenen um Geduld. Es ist verständlich, dass die getesteten Personen möglichst schnell Gewissheit haben möchten, ob sie infiziert sind oder nicht. Die Mitarbeiter am Gesundheitsamt und die Labore sind derzeit höchst ausgelastet. Nach Vorliegen der Befunde werden erst die positiv Getesteten informiert und dann erst diejenigen, deren Testbefund negativ war. Wir bitten, von ständigen Nachfragen abzusehen. Zudem weisen wir darauf hin, dass auch die KVB keine telefonischen Auskünfte zu Testergebnissen gibt. Wir bedanken uns für das Verständnis.

Wertstoffhöfe und Kompostplätze mit eingeschränktem Betrieb

Um die Entsorgungssicherheit trotz der aktuellen Ausgangsbeschränkung zu gewährleisten, öffnet der AWV Isar-Inn ab Mittwoch, 1. April, die Wertstoffhöfe und fast alle Kompostplätze wieder zu den üblichen Öffnungszeiten (Sommerzeit beachten). Nähere Infos dazu finden Sie unter: www.awv-isar-inn.de/aktuelles

Bürgertelefon

Das Bürgertelefon am Landratsamt ist von 8 bis 16 Uhr besetzt, Telefon 08731 87-200.