Landratsamt Dingolfing-Landau Landratsamt Dingolfing-Landau
Bürgerservice

Aktuelle Informationen in Sachen Corona - Stand: 09. April, 10 Uhr

09.04.2020

  • 152 Corona-Infizierte im Landkreis Dingolfing-Landau registriert
  • Zweiter Todesfall
  • Appell an die Bevölkerung: Ausgangsbeschränkungen weiterhin einhalten
  • BMW produziert Schutzmasken
  • Hinweise zur Trinkwasserhygiene bei Schließung von Vereinsheimen u.ä.

Dingolfing-Landau. Die Zahl der im Landkreis registrierten Corona-Infizierten hat sich auf 152 erhöht (Stand: 9. April, 10 Uhr). Mittlerweile sind zwei Landkreisbürger, die das Virus in sich trugen, verstorben. Bei dem zweiten Toten handelt es sich um einen 90-jährigen Mann, der im Klinikum Eggenfelden starb. Das hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz am Donnerstag mitgeteilt.
Neun Covid-19-Patienten befinden sich derzeit in stationärer Behandlung, einer davon muss beatmet werden. Die gute Nachricht ist: 73 der Positiv-Getesteten wurden mittlerweile aus der Quarantäne entlassen. Von den 557 ermittelten Kontaktpersonen wurden bereits 388 aus der Quarantäne entlassen.

Landrat Heinrich Trapp und die Führungsgruppe Katastrophenschutz appellieren an alle Landkreisbürger*innen, die Ausgangsbeschränkungen auch weiterhin einzuhalten. Das Landratsamt musste aufgrund von Polizeikontrollen bereits 46 Bußgeldbescheide in Höhe von jeweils 150 Euro erlassen – hauptsächlich wegen des Verlassens der Wohnung ohne triftigen Grund. Weitere Anzeigen sind in Bearbeitung.

Auf Initiative des BMW-Betriebsratsvorsitzenden Stefan Schmid werden im Dingolfinger Werk Schutzmasken produziert, unter anderem für Mitarbeiter, das Produktionsnetzwerk und soziale Einrichtungen. 500 Masken wurden nun ans Landratsamt geliefert, um von dort verteilt zu werden. Weitere werden zeitnah folgen. Insgesamt wurden bislang 20.000 Masken im Dingolfinger Werk hergestellt. Im Zwei-Schicht-Betrieb werden täglich rund 4.300 Stück gefertigt. 60 Mitarbeiter*innen und 20 Auszubildende sind mit der Produktion und der Auslieferung beschäftigt. Landrat Heinrich Trapp bedankte sich bei Betriebsratsvorsitzendem Stefan Schmid, Betriebsrat Johannes Hofmeister und Christa Schwinghammer, Mitarbeiterin der Abteilung „Individualmanufaktur“, sehr herzlich für dieses wertvolle Engagement.

Was bedeutet die Schließung oder mangelnde Nutzung von Hotels, Gaststätten, Sport- und Veranstaltungshallen, Vereinsheimen, Einkaufszentren, Ferienwohnungen und ähnlichen Einrichtungen für die Trinkwasserhygiene und was ist bei Außerbetriebnahme und Wiederinbetriebnahme der Trinkwasser-Installation zu beachten? Darüber informieren das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie die zuständigen Fachstellen am Landratsamt. Grundsätzlich ist zu bedenken, dass jede Trinkwasser-Installation auf eine regelmäßige Wasserentnahme ausgelegt ist. Entfällt dieser bestimmungsgemäße Betrieb, drohen hygienische Probleme u. a. durch Legionellen und Pseudomonas aeruginosa, die bei Wiederaufnahme des Betriebs nur mit erheblichem Aufwand beseitigt werden können. Welche Maßnahmen die Betreiber nun ergreifen sollten, kann man auf der Landkreis-Webseite nachlesen. Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter*innen des Sachgebietes Wasserrecht und Umweltschutz am Landratsamt zur Verfügung (Telefon 08731 87-222, Franz Fürst).

Die Mitarbeiter*innen des Bürgertelefons am Landratsamt (Telefon 08731 87-200) sind am Karsamstag und am Ostermontag von 10 bis 16 Uhr erreichbar, am Karfreitag und am Ostersonntag ist das Bürgertelefon nicht besetzt.