Bürgerservice

Afrikanische Schweinepest in Tschechien bei Wildschweinen nachgewiesen

01.10.2019

Das Landratsamt informiert:

Aktuelle Informationen und Hinweise zur Afrikanischen Schweinepest

Die afrikanische Schweinepest hat innerhalb Polens einen weiteren Sprung nach Westen gemacht. Polen hat weitere ASP-Fälle im Powiats Zielonogorski (sieben Fälle, acht Tiere) und Nowosolski (zwei Fälle, zwei Tiere) gemeldet. Diese Fälle sind näher an der deutschen Grenze als die bisherigen und liegen nach Angaben der Eu Kommission nunmehr nur noch ca. 40 km von Deutschland entfernt.

In diesem Zusammenhang weisen wir insbesondere auf Folgendes hin:
• Tierhalter haben gemäß § 3 TierGesG dafür Sorge zu tragen, dass Tierseuchen weder in ihren Bestand eingeschleppt noch aus ihrem Bestand verschleppt werden.
• Nach § 6 Schweinehaltungshygiene-VO haben Schweinehalter durch betriebs¬eigene Kontrollen und durch Hygienemaßnahmen das seuchenhygienische Risiko für die Schweine ihres Bestandes niedrig zu halten und eine tierärztliche Bestandsbetreuung sicherzustellen.
• Für die Haltung von Hängebauchschweinen, Mini Pigs o.ä. gelten uneingeschränkt die gleichen Anforderungen wie für die landwirtschaftliche Schweinehaltung. Tierhalter sind verpflichtet alle veterinärrechtlichen Vorschriften einzuhalten (siehe Merkblatt).
Verhinderung einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest
Um den Ausbruch und die Weiterverbreitung der ASP nach Bayern zu verhindern, wurde bereits ein umfangreiches Maßnahmenpaket aufgelegt. Dazu gehören u.a. ein bayernweit koordiniertes und zielgerichtetes Vorgehen und eine enge Kooperation von Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden. Ein wesentliches Instrument ist auch die Reduzierung der Wildschweindichte durch intensive Bejagung. Für das Erlegen von bestimmten Wildschweinen, wie Frischlingen, Überläuferbachen und Bachen, die für die Aufzucht der Jungtiere nicht notwendig sind, erhalten Jäger außerdem eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 20 Euro. Im Sinne eines Frühwarnsystems werden zusätzlich verendet aufgefundene, verunfallte oder auffällig erlegte Wildschweine auf ASP-Viren untersucht. Hierfür gibt es eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro pro Tier. Zu den umfangreichen Präventionsmaßnahmen gehören auch besondere Hinweise zu Hygienemaßnahmen und Aufklärungskampagnen. Dazu wurden Hinweise für Reisende an Raststätten entlang der Autobahnen und an Flughäfen angebracht sowie weiterführende mehrsprachige (18 Sprachen) Informationsmaterialien für die Öffentlichkeit verteilt.

Informationen, Hinweise und Hilfestellung sind abrufbar unter:

Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/asp/index.htm

https://risikoampel.uni-vechta.de/plugins.php/aisurveyplugin/asp/survey/experts?disease_id=2 

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/ 

https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/asp/asp_faq.htm 

Weitere Informationen zum aktuellen Geschehen finden Sie...

im Internet:

Merkblätter:

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