SONSTAktuelle Ausgrabung - Siedlung der Altheimer Kultur (3.800-3.400 v.Chr.) in Oberbubach gefunden

Siedlung der Altheimer Kultur (3.800 - 3.400 v.Chr.) in Oberbubach gefunden

Zum ersten Mal ist es der Kreisarchäologie auf Kreisgebiet gelungen, Siedlungsspuren der sog. Altheimer Kultur aufzuspüren und zu untersuchen. Anlass für die Ausgrabung ist ein großes Bauvorhaben in Oberbubach auf dem Gelände der Familie Haslbeck. Nach dem Humusabtrag, der in Absprache mit dem Kreisarchäologen Dr. Ludwig Kreiner erfolgte, entdeckte der große dunkle Verfärbungen im helleren Untergrund. 

Oberbubach

Eine erste Untersuchung in den vergangenen Tagen ergab eine 3,6 x 2,6 m große Grube, vermutlich eine ehemals überdachte Wohngrube aus der Zeit vor über 5.500 Jahren, dem Zeitabschnitt, in dem die bekannte Eismumie „Ötzi“ lebte. Ausgehend von einem Luftbildbefund aus den 80er Jahren, aufgenommen von Otto Braasch, besah sich der Kreisarchäologe bereits vor Jahren den abgeschobenen Bauplatz für eine große Halle. Damals konnten keinerlei Befunde auf dieser siedlungsgünstigen Terrasse hoch über dem Asenbach festgestellt werden.Sichel

Doch diesmal konnte exakt an der Stelle, auf der es auch auf dem fast 30 Jahre alten Luftbild verdächtig aussah, eine große dunkle Verfärbung entdeckt werden. Neben den für diese Kultur typischen groben und kaum verzierten Keramikbruchstücken fanden der langjährige Mitarbeiter der Kreisarchäologie Andrej Klassin eine vollständig erhaltene Sichel aus Baiersdorfer Silex, einem speziellen Hornstein aus der oberpfälzischen Alb. Sie ist etwa 8 cm lang und weist kaum Gebrauchsspuren auf.

Diese Sicheln gibt es überwiegend in der Altheimer Kultur, wo auch erste Kupferbeile auftauchen. Benannt ist sie nach einem Fundort mit Erdwerk bei Altheim, Ldkr. Landshut.

Sichel 

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